Unsere Unterstützung für Ältere während der COVID-19-Pandemie

07.05.2020

Das Programm Schtschyry Abed (belarussisch für „Großzügiges Mittagessen“) wird in den nächsten drei Monaten laufen, um bedürftige ältere Menschen aus Minsk während der COVID-19-Pandemie zu unterstützen, es geht vor allem um Zeitzeugen, darunter ehemalige Häftlinge des Nationalsozialismus, Zwangsarbeiter*innen, Kriegskinder und Gerechte unter den Völkern.

Das Programm wird von der Internationalen Bildungs- und Begegnungsstätte „Johannes Rau“ Minsk (IBB Minsk), der Geschichtswerkstatt „Leonid Lewin“ Minsk und der Belarussischen Rotkreuz-Gesellschaft mit Förderung des Internationalen Bildungs- und Begegnungswerks in Dortmund (IBB Dortmund) und des katholischen Hilfswerks Renovabis durchgeführt.

„Die IBB Minsk arbeitet in ihren Bildungsprogrammen mit sozial benachteiligten Gruppen, darunter auch Zeitzeugen, die von der sich ausbreitenden Coronavirus-Krankheit besonders gefährdet sind. So bringen wir unsere Dankbarkeit und Unterstützung für alle von den Kriegsverbrechen Betroffenen zum Ausdruck. Leider können wir nicht allen Bedürftigen helfen. Bislang versorgen wir nur 35 ältere Menschen mit warmen Mahlzeiten, aber in einem Monat wollen wir die Zahl der Empfänger*innen verdoppeln“, sagt Lars Schmidt, Projektteilnehmer und Nachhaltigkeitsexperte an der IBB Minsk.

Das Programm „Schtschyry Abed“ wurde am 1. Mai, im Vorfeld des 75. Jahrestages des Endes des Zweiten Weltkriegs gestartet. Im Rahmen des Programms bereitet das Restaurant Westfalia (gehört zur IBB Minsk) pro Person ein warmes Mittagsmenü für zwei Tage zu. Die Menüs werden von Freiwilligen drei Monate lang den Empfänger*innen dreimal in der Woche kontaktlos nach Hause geliefert. Das Belarussische Roten Kreuz schult zuvor die Freiwilligen online in Sicherheitsmaßnahmen während der Pandemie, sie werden mit persönlicher Schutzausrüstung (Masken, Handschuhe und Desinfektionsmittel) ausgestattet, auch ihre Erkennbarkeit wird sichergestellt.

Die Freiwilligen liefern die Menüs hauptsächlich mit ihren eigenen Fahrzeugen oder zu Fuß im Stadtbezirk Moskowski der Stadt Minsk aus. Darüber hinaus hat sich der Dienst Yandex.Taxi verpflichtet, Freiwillige ohne eigenes Fahrzeug kostenlos zu den erforderlichen Adressen zu bringen. Ältere Menschen erhalten zusammen mit der warmen Mahlzeit eine Anleitung zur kontaktlosen Zustellung und eine Broschüre zur Prävention und zum Schutz vor COVID-19 von der Belarussischen Rotkreuz-Gesellschaft.

„Angesichts der Ausbreitung der Coronavirus-Krankheit unterstützen Freiwillige der Belarussischen Rotkreuz-Gesellschaft einsame und alleinstehende ältere Menschen, indem sie ihnen Lebensmittel und lebensnotwendige Dinge nach Hause bringen. Wir freuen uns, dass die Freiwilligen bedürftige Senior*innen nun auch mit warmem Mittagessen versorgen können. Alles wird „frei Haus“ zugestellt. Dadurch verringert sich das Risiko von Atemwegsinfektionen bei älteren Menschen", erklärt Romania Skomoroshko, stellvertretende Generalsekretärin des Belarussischen Roten Kreuzes.

Wir danken dem Metropoliten Erzbischof Tadeusz Kondrusiewicz für die Unterstützung dieses Projekts ebenso wie unseren Kolleg*innen vom IBB Dortmund, die eine Spendenaktion für dieses Projekt in Deutschland initiiert haben.

Quelle: Internationale Bildungs- und Begegnungsstätte „Johannes Rau“ Minsk www.ibb-minsk.by

Teilen:
×
Gelieve dit veld in te vullen